Warum Neubauten schon beim Einzug Schutzfolie brauchen

Neubauten glänzen beim Einzug. Edelstahloberflächen sind makellos, Glasflächen sind klar, Eingangsbereiche wirken hochwertig. Ohne Schutz hält dieser Zustand selten länger als ein Jahr. Warum der beste Zeitpunkt für Schutzfolie vor dem ersten Kratzer ist und nicht danach.

Der erste Tag ist der beste Tag für Schutz

Ein Neubau, der fertiggestellt und übergeben wird, ist in einem Zustand, den er nie wieder von selbst erreichen wird. Edelstahloberflächen in der Aufzugskabine sind makellos poliert. Glasflächen im Eingangsbereich sind klar und kratzerlos. Türverkleidungen und Briefkastenanlage sehen aus wie frisch aus der Fabrik, weil sie das auch sind.

Mit dem ersten Einzugstag beginnt der Abrieb. Umzugskartons kratzen an Aufzugswänden. Fahrräder touchieren Glasflächen. Kinder im Treppenhaus hinterlassen Fingerabdrücke und gelegentlich mehr. Das ist normal und unvermeidlich. Die Frage ist nicht ob Schäden entstehen, sondern wann und wie stark. Wer Schutzfolie vor dem ersten Einzug anbringt, schützt einen Untergrund, der noch makellos ist. Wer wartet, bis die ersten Kratzer sichtbar sind, schützt einen Untergrund, der bereits gezeichnet ist.

Was in den ersten zwölf Monaten nach dem Einzug passiert

Wer Hausverwaltungen fragt, die viele Neubauprojekte betreuen, hört immer wieder dieselbe Beschreibung. Nach dem ersten Jahr sind die Aufzüge bereits deutlich gezeichnet, die Eingangstüren zeigen Kratzer und Fingerabdrücke, die mit normaler Reinigung nicht mehr vollständig verschwinden, und in manchen Objekten sind bereits erste Graffiti oder Aufkleber aufgetaucht.

Das ist kein Ausnahmefall, das ist der Regelfall. Neubauten befinden sich oft in stadtentwicklungsaktiven Bereichen, in denen auch Vandalismus aktiver ist. Die Bewohner der ersten Monate sind häufig in der Einzugsphase und gehen mit dem Gebäude weniger sorgsam um als später, wenn es ihr vertrautes Zuhause ist. Nach drei bis fünf Jahren ohne Schutzmaßnahmen sehen viele Neubauten aus wie zehn Jahre alte Gebäude.

Warum Schutzfolie im Neubau günstiger ist als im Bestand

Die Montage einer Schutzfolie auf einer makellosen, neuen Oberfläche ist einfacher, schneller und liefert bessere Ergebnisse als die Montage auf einer bereits beschädigten Fläche. Keine Vorreinigung, keine Polierung, keine Abwägung ob der Untergrund noch eine sinnvolle Grundlage bietet. Die Folie haftet auf einer sauberen, gleichmäßigen Oberfläche und gibt das bestmögliche Ergebnis.

Dazu kommt: Wer im Neubau foliert, zahlt einmalig für den Schutz eines makellosen Zustands. Wer wartet, bis Schäden sichtbar sind, zahlt zunächst für die Aufarbeitung oder Reinigung und dann erst für die Folierung. In manchen Fällen, wenn Schäden zu tief sind, ist eine Aufarbeitung gar nicht mehr möglich und ein Austausch der Oberfläche wird notwendig.

Was Projektentwickler und Bauträger beachten sollten

Für Projektentwickler und Bauträger ist der Zeitpunkt kurz vor der Übergabe ideal, um Schutzfolierungen zu beauftragen. Die Flächen sind fertiggestellt und zugänglich, aber noch nicht von Bewohnern oder Nutzern in Betrieb genommen. Die Montage kann ohne Rücksicht auf laufenden Betrieb durchgeführt werden, was schneller und unkomplizierter ist.

Gleichzeitig ist die Schutzfolierung ein Argument gegenüber Käufern und Mietern. Ein Gebäude, das nachweislich mit langlebigen Schutzmaßnahmen ausgestattet ist, kommuniziert Qualitätsbewusstsein und reduziert zukünftige Instandhaltungskosten für die Eigentümergemeinschaft. Für Hausverwaltungen, die ein neues Objekt übernehmen, ist die Bestandsaufnahme und Folierung zu Beginn des Verwaltungsverhältnisses die wirtschaftlich sinnvollste Option und gegenüber der Eigentümergemeinschaft gut begründbar.

Welche Bereiche im Neubau prioritär geschützt werden sollten

Aufzugskabinen stehen ganz oben auf der Liste. Edelstahlwände, Türverkleidungen und der Bodenbereich der Kabine sind die am schnellsten verschleißenden Flächen in jedem Wohngebäude. Dahinter folgen Eingangsbereiche mit Glasflächen, Metalltüren, Briefkastenanlagen und Klingelanlagen, die täglich von allen Bewohnern und Besuchern frequentiert werden. Treppenhausfenster und Glasfüllungen in Geländern sind sowohl Splitterrisiko als auch Vandalismusfläche und sollten ebenfalls früh behandelt werden.

Eine Pauschalfolierung aller Flächen ist selten nötig. Eine gezielte Folierung der tatsächlich gefährdeten Bereiche reicht in den meisten Fällen aus und amortisiert sich innerhalb weniger Jahre.

Fazit

Schutzfolie im Neubau ist die wirtschaftlich und handwerklich beste Entscheidung, weil sie einen Zustand schützt, der sich ohne Eingriff nicht hält. Die Kosten sind überschaubar, das Ergebnis ist besser als bei jeder nachträglichen Folierung und die Amortisation ist schneller als bei Bestandsobjekten. Wer auf den ersten Kratzer wartet, hat den optimalen Zeitpunkt bereits verpasst.


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