Glaspolierung: Kratzer im Glas entfernen oder sichtbar reduzieren

Bei der Glaspolierung arbeiten wir Ablagerungen, Schleier und oberflächliche Spuren aus Fenstern, Glastüren und Schaufenstern heraus, ohne dass die Scheibe ausgetauscht werden muss. Kalk, Zementschleier und Grauschleier lassen sich dabei in der Regel vollständig entfernen. Bei Kratzern entscheidet die Tiefe, und was dort möglich ist, sagen wir nach der Prüfung vor Ort.

Was eine Glaspolierung leisten kann

Die Glaspolierung behandelt die Oberfläche der Scheibe und stellt die Durchsicht dort wieder her, wo Ablagerungen und Schleier das Erscheinungsbild trüben. Typische Fälle sind Kalk- und Mineralablagerungen, Zementschleier nach Bau- oder Fassadenarbeiten, Grauschleier und matte Stellen sowie leichte Gebrauchsspuren in stark frequentierten Eingangsbereichen. Eingeritzte Schriftzüge durch Vandalismus, sogenanntes Scratching, sind dagegen meist zu tief für eine Politur. Ob sich daran etwas verbessern lässt, prüfen wir im Einzelfall.

REALISTISCH MÖGLICH

  • Kalk- und Mineralablagerungen entfernen
  • Zementschleier nach Bau- und Fassadenarbeiten entfernen
  • Grauschleier, matte Stellen und leichte Gebrauchsspuren beseitigen
  • Durchsicht wiederherstellen und vorhandenes Glas erhalten

BEWUSST NICHT ZUGESAGT

  • Entfernung tiefer Kratzer und eingeritzter Schriftzüge
  • Ein bestimmtes Ergebnis ohne Prüfung der Scheibe vor Ort
  • Politur beschichteter Gläser ohne vorherige Prüfung
  • Schutz vor neuen Schäden durch die Politur allein

Die Grenze liegt in der Tiefe des Kratzers

Beim Polieren wird sehr wenig Material von der Glasoberfläche abgetragen, im Bereich von tausendstel Millimetern. Für Ablagerungen und Schleier reicht das aus, für einen tiefen Kratzer nicht. Um den vollständig zu entfernen, müsste bis zum Grund des Kratzers abgetragen werden, und das führt zu optischen Verzerrungen, die Scheibe wirkt an dieser Stelle dann wie eine Linse. Ein neues Problem gegen ein altes zu tauschen ist keine Lösung. Deshalb sagen wir bei tiefen Kratzern vorher offen, dass eine Politur dort an ihre Grenze kommt.

Einen ersten Eindruck gibt der Fingernageltest, eine gängige Faustregel: Fahren Sie mit dem Fingernagel quer über die Stelle. Bleibt der Nagel nicht hängen, liegt der Schaden an der Oberfläche und lässt sich meist gut bearbeiten. Hakt er spürbar ein, sitzt er tiefer, und dann reicht eine Politur allein oft nicht aus. Die verbindliche Einschätzung geben wir nach der Begehung vor Ort.

Polieren, schützen oder austauschen: die passende Lösung je nach Zustand

Welche Lösung sinnvoll ist, hängt vom Zustand der Scheibe ab. Die Übersicht zeigt die typischen Fälle.

KALK, ZEMENTSCHLEIER ODER GRAUSCHLEIER

Polierung. Ablagerungen und Schleier lassen sich in der Regel vollständig entfernen.

OBERFLÄCHLICHE GEBRAUCHSSPUREN

Polierung, wenn der Fingernagel nicht hängen bleibt. Das Ergebnis besprechen wir vorab.

TIEFE KRATZER ODER EINGERITZTE SCHRIFTZÜGE

Prüfung vor Ort. Eine Politur allein reicht hier meist nicht aus, das sagen wir vorher.

KRATZER ENTSTEHEN IMMER WIEDER

Polierung und anschließend Schutzfolie, sofern der Zustand der Scheibe das zulässt.

BESCHICHTETES GLAS

Zuerst Prüfung vor Ort, weil eine Politur die Beschichtung beschädigen kann.

SCHEIBE GERISSEN ODER GESPRUNGEN

Austausch. Eine Politur hilft hier nicht.

Erst polieren, dann schützen

Die Polierung behebt vorhandene Schäden, verhindert aber keine neuen. Wo Kratzer einmal entstanden sind, etwa in Eingangsbereichen mit viel Publikumsverkehr oder an Schaufenstern mit wiederholtem Vandalismus, entstehen sie häufig wieder. Bei solchen Flächen empfehlen wir, nach der Polierung eine transparente Schutzfolie aufzubringen.

Die Folie funktioniert als Opferschicht. Oberflächliche Kratzer und Beschmierungen treffen dann die Folie statt das Glas, und bei Beschädigung wird die Folie ausgetauscht, statt das Glas erneut zu polieren. Ob nach der Polierung eine Folierung möglich ist, hängt vom verbleibenden Zustand der Scheibe ab.

Geeignete Glasflächen

Poliert werden können Fenster, Glastüren, Schaufenster, verglaste Eingangsbereiche und Treppenhausverglasungen. Einscheibensicherheitsglas, also ESG, bereiten wir ebenfalls auf. Ablagerungen und Schleier lassen sich dort genauso entfernen wie auf normalem Glas. Bei Kratzern ist ESG allerdings undankbar: Die Oberfläche ist nicht weicher als bei normalem Glas, aber unter der Vorspannung breiten sich feine Risse neben dem Kratzer aus, wodurch der Schaden deutlich breiter wirkt, als er ist. Beschichtete Gläser prüfen wir vor jeder Arbeit, weil eine Politur die Beschichtung beschädigen kann. Gerissene oder gesprungene Scheiben lassen sich nicht polieren.

Wovon die Kosten abhängen

Die Kosten einer Glaspolierung richten sich nach Art und Ausmaß der Beschädigung, der Größe der betroffenen Fläche und der Zugänglichkeit der Scheibe. Die Anfahrt wird separat berechnet. Einen belastbaren Preis nennen wir nach der Begehung vor Ort, weil sich der Zustand der Oberfläche nur an der Scheibe selbst sicher beurteilen lässt. Im Vergleich zum Austausch ist die Polierung bei sonst intakten Scheiben in der Regel die wirtschaftlichere Lösung, weil neues Glas sowie Ausbau und Einbau entfallen.

Für wen sich Glaspolierung eignet

Glaspolierung richtet sich vor allem an Hausverwaltungen und Eigentümergemeinschaften mit zerkratzten Eingangstüren und Treppenhausverglasungen, an Gewerbetreibende mit Schaufenstern sowie an Gastronomie, Hotels, Fitnessstudios und Facility Management, überall dort, wo Glasflächen stark beansprucht werden und ein Austausch unverhältnismäßig wäre.

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Scheiben vor Ort einschätzen lassen

Sie möchten wissen, was bei Ihren Glasflächen realistisch möglich ist? Kontaktieren Sie uns, wir schauen uns die Scheiben vor Ort an und sagen Ihnen offen, was eine Politur leisten kann und was nicht.